Die Architektin Lena Sadr-Azodi hat im Januar 2021 mitten im Corona-Lockdown als Projektmanagerin in Teilzeit am HZB in der Abteilung Planen und Bauen angefangen. Sie hat Architektur und Städtebau mit dem Schwerpunkt Projektleitung studiert und arbeitete sechs Jahre selbständig, bevor sie sich für den Wechsel ans HZB entschied. Tiara Baier hat sie gefragt, wie sie die erste Zeit am HZB erlebt hat.

Wie waren die ersten Tage am HZB für Dich?

Meine erste Woche am HZB war eigentlich ganz normal, ich würde sogar sagen, die normalste Woche in 2021. An meinem ersten Tag wurde ich von meinen beiden Chefs, Robert Müller und Oliver Schüler, an der Pforte abgeholt. Die Beiden haben dann mit mir einen Rundgang durch verschiedene Bereiche und eine Campusführung gemacht. Die erste Woche habe ich komplett im Büro gearbeitet und es war noch relativ viel los. Glücklicherweise waren meine Eltern in dieser Woche bei uns und konnten sich um die Kinder kümmern, da der Kindergarten geschlossen war.

Was hast Du vorher gemacht?

Ich habe Architektur und Städtebau mit dem Schwerpunkt Projektleitung studiert. Danach habe ich zwei Jahre in Berlin in einer Agentur als Architektin gearbeitet, bevor ich sechs Jahre selbstständig im Bau- und Projektmanagement in Potsdam-Babelsberg gearbeitet habe.

Wie bist du auf das HZB aufmerksam geworden?

Es war tatsächlich ein Glückstreffer. Ich habe mich nach einem neuen Job, in meiner Nähe, umgesehen und habe gar nicht damit gerechnet, dass ich in Wannsee fündig werden würde. Ich dachte, dass ich bestimmt nach Berlin reinfahren und vielleicht sogar in einem anderen Bereich arbeiten müsste. Da war ich natürlich total begeistert, als ich die Stellenausschreibung gesehen habe. Zwei Minuten zur Schule, sieben Minuten zur Kita und nach Hause und es war genau mein Bereich. Ich dachte nur „Hallo hier bin ich!“

Was gehört zu deinen Aufgaben als Projektmanagerin?

Lena Sadr-Azodi vor einer Computer-Tastatur
Die Planung von Sanierungsmaßnahmen und modularen Reinräumen gehört zu den Aufgaben von Lena Sadr-Azodi.

Im Moment unterstütze ich meine Kollegen*innen bei verschiedenen Projekten, z. B. bei den Sanierungsmaßnahmen im Keller des Gebäudes 15.8. in Adlershof. Außerdem kläre ich gerade die Machbarkeit von modularen Reinräumen. Durch die Forschungsarbeit hier werden oft Reinräume benötigt und dann bauen wir vorhandene Räume für viel Geld um. Der Plan wäre in Zukunft, dass wir modulare Reinräume auf einen Parkplatz oder auf die grüne Wiese stellen können und diese dann flexibel nutzbar sind. Zu meinen täglichen Aufgaben als Projektmanagerin zählen vor allem viel Kommunikation, Termine vereinbaren, Termine vor- und nachbereiten, Kostenabstimmungen zu erstellen und Angebote anzufordern und auszuwerten.

Im Home Office ist es bestimmt auch mal stressig mit zwei kleinen Kindern, oder?

Oh ja, der Kindergarten ist momentan wieder im Notbetrieb, und da weder mein Mann noch ich systemrelevant sind, müssen wir unsere Kinder zuhause lassen. Mein Mann arbeitet in Vollzeit und ist meistens in Videokonferenzen. Ich habe zum Glück eine Teilzeitstelle, sonst wüsste ich gar nicht, wie wir das schaffen sollten, aber es ist trotzdem ziemliches Management nötig, um alles unter einen Hut zu bekommen. Zum Glück haben wir eine Babysitterin, die gerade ihre Masterarbeit fürs Lehramt schreibt und deswegen auch vormittags Zeit hat.

Hast Du Dich inzwischen eingelebt?

Die meisten Kollegen*innen kenne ich nur digital und die, die ich persönlich kenne, nur mit Maske. Es ist schon manchmal etwas komisch: wenn ich mit meinen Kollegen*innen telefoniere, fühlt es sich bei manchen so an, als würden wir uns schon ewig kennen. Trotzdem haben wir uns noch nie live gesehen. Aber im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich mich gut eingelebt habe.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Ich hoffe, dass die Corona-Pandemie vorbei ist, wenn ich nächstes Jahr aus der Elternzeit zurückkomme, dass meine Kinder gesund sind, die Schule und Kita ganz normal geöffnet haben und ich einfach normal arbeiten kann. Das kann ja dann nur super entspannt werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wir haben während der Corona-Pandemie immer wieder HZB-Mitarbeiter*innen nach ihren Erfahrungen befragt. Mehr Interviews können Sie hier lesen: https://hzbblog.de/tag/corona