Am 20. Juli verwandelte sich der HZB-Hörsaal in einen Ort ohne Grenzen für Kreativität und Visionen. Studierende der Innarchitektur zeigten, wie sie das BESSY-Foyer umgestalten würden und eine Jury vergab Preise für die interessantesten Entwürfe.  

Aufregung und Neugier waren im HZB-Hörsaal spürbar. Dreizehn Studierende aus der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Holzminden und Göttingen (HAWK) saßen gespannt auf den Stühlen und warteten darauf, ihre Entwürfe zu zeigen. Mitarbeitende vom HZB folgten dieser originellen Veranstaltung mit großem Interesse sowohl vor Ort in Adlershof als auch online. Denn wer hat sich nicht schon einmal Gedanken gemacht, wie man das BESSY-Foyer schöner gestalten könnte. Ein erster Eindruck hat keine zweite Chance.

13 Studierende für 13 frische Foyers

Es war für jeden Geschmack etwas dabei, doch eine Tendenz war deutlich erkennbar: Die junge Generation nimmt die Entspannung am Arbeitsplatz sehr ernst und schafft Platz für ruhige Gespräche und ein angenehmes Ambiente. Den Studierenden war es offenbar wichtig die Zugehörigkeit zur Helmholtz-Gemeinschaft, aber auch das Logo des HZB stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Interessant auch die Präsenz der Natur; in fast allen Entwürfen gibt es großzügige Mooswände oder Pflanzen – das bringt nicht nur Farbe, sondern auch frische und gesunde Luft!

Publikum und Jury hatten nach den Präsentationen viele kreative Ideen, neue Ansätze und Visionen gesehen. Es war keine leichte Entscheidung, vier Studierende auszuwählen. Dabei halfen auch die Poster, die alle vorbereitet hatten, um ihre Idee darzustellen.

Von links nach rechts: Samira Aden (Architektin, BAIP), Olaf Schwarzkopf (Stab der Geschäftsführung HZB) – beides Jury-Mitglieder. Dann Sira Bohlmann, Hannah Weißenborn und Marco Wenzel sowie Jons Messedat, der den Preis für Ekatarina Modakalowa entgegennahm. Und zwei weitere Jury Mitglieder Oliver Schüler (Bauabteilung, HZB) und Steffi Kodalle (Kommunikation, HZB).

1. Platz

Herzlichen Glückwunsch an Sira Bohlmann, die mit dem 1. Platz für ihr dynamisches Konzept ausgezeichnet wurde. Sie hat das neue BESSY-Foyer unter das Motto „Modern. Innovativ. Nachhaltig“ gestellt. Runde Formen – inspiriert vom Ring der BESSY Röntgenquelle, ein beleuchtetes Logo und eine warme Holzverkleidung charakterisieren ihren Vorschlag, der viele begeistert hat. Sira ist im 3. Semester des Bachelor-Studiengangs.

 

2. Platz

Der zweite Platz geht an Hannah Weißenborn für ihren Foyer-Entwurf. Sie hebt mit einem schlichten Design die Forschung hervor und verbindet dies mit Elementen, die für die Menschen am HZB stehen. Ein auffallendes Detail in ihrem Konzept sind die orangen und gelben Stränge, die sich vom Foyer in Richtung des Obergeschosses ziehen und die Lichtstrahlen der Forschung an BESSY symbolisieren. Hannah studiert im 3. Semester des Bachelor-Studiengangs.

 

3. Platz

Herzlichen Glückwunsch an Marco Wenzel für seinen Entwurf, den er schlicht „Present and Relax“ betitelt hat. Genau dieses Zusammenspiel zwischen Gegenwart und Entspannung hat überzeugt. Klare und schlichte Formen, viele Möglichkeiten durch modulierbare Möbel, die sich auch für Veranstaltungen gut nutzen lassen – ein rundum gelungener Entwurf! Marco ist im 3. Semester des Masterstudiengangs.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preis für Kreativität

Diese besondere Auszeichnung ging an Ekatarina Modakalova (2. Semester Masterstudiengang), die nicht persönlich anwesend sein konnte. Sie hatte ihre Präsentation per Video aufgenommen und war bei der Preisverleihung live zugeschaltet.
Ihr Entwurf fiel besonders durch die innenarchitektonische Idee der „Elektronenbrücke“ auf. Sie hat sich vorgestellt, dass Forschende und Besucher*innen auf der Brücke zur Experimentierhalle einen tunnelähnlichen Gang betreten und so symbolisch zu Elektronen werden. Diese besondere Auseinandersetzung mit der Forschung an BESSY hat viele beeindruckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie alles begann

Vor einigen Monaten kam die Idee auf, Studierenden die Möglichkeit zu bieten, über die Umgestaltung des BESSY-Foyers nachzudenken. Die Kommunikationsabteilung des HZB hat gemeinsam mit der Bauabteilung dieses Projekt begleitet und mit Dr. Jons Messedat von der HAWK Hand in Hand gearbeitet.

Die Studierenden bekamen eine Anforderungsdefinition, sind aus Hildesheim nach Berlin gereist und haben BESSY II besucht. Dabei haben sie das Foyer sowie den Cafeteria-Bereich von allen Seiten unter die Lupe genommen. Nach vielen Fragen vor Ort, einer Online-Fragerunde und vielen Stunden Reflexion kamen 13 kreative Entwurfsideen zu Stande, die die Studierenden am 20. Juli am HZB präsentiert haben.

Für die Studierenden war dies eine außerordentlich bereichernde Erfahrung: Eine praxisnahe Aufgabe, für die sie reale Gegebenheiten und Bedürfnisse berücksichtigen mussten. Für die Mitarbeitenden des HZB war es eine willkommene Abwechslung und hat Projektwünsche angestoßen. Es hat bei der einen oder dem anderen bestimmt auch dazu geführt, den Arbeitsplatz anders wahrzunehmen und sich bewusst zu werden, wie Innenarchitektur auf uns Menschen wirkt.

Vielen Dank an alle Studierenden für ihr Engagement und ihre kreative Auseinandersetzung mit dem BESSY-Foyer!

 

 

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